Nach super Trainings und Erholung in Innsbruck ging es für uns wieder zurück nach Cortina. Die Zimmer waren dieses Mal schnell wieder bezogen, da wir nicht all unser Material mit nach Innsbruck nahmen. Im Dorf angekommen blieb uns aber trotzdem nicht viel Zeit. Denn am nächsten Tag stand bereits das erste offizielle 2er Training auf dem Programm. Früh morgens mussten wir uns auf den Weg zur Bahn begeben. Mit Shuttles konnten wir direkt vom Olympischen Dorf zur Bahn fahren. Diese fuhren in regelmässigem Abstand. Trotzdem musste man früh genug an der Haltestelle sein, um dem grossen Ansturm zu entgehen. Schnell wurde klar, dass sich die Bahn in der Woche wieder verändert hat. Die Kurve 4, beziehungsweise die Überfahrt von Kurve drei zur Kurve 4, war nochmals etwas schwieriger als zuvor. Bei der Einfahrt hat es einen kleinen «Hügel» an welchem man vorbeifahren will. Trotzdem muss man aber früh an der Kurve sein. Ist man aber zu früh, wird man von diesem «Hügel» abgewiesen und man kommt umso später an die kurze Kurve. So kam es mehrere Male vor, dass Schlitten über die Bretter oben an der Kurve fuhren. Dazu kam dann ein Quersteller bei der Ausfahrt welcher viel Zeit kostet. So galt unser Hauptaugenmerk während allen Trainings dieser Kurve. In den sechs Trainingsfahrten probierten wir viele verschiedene Linien. Aber so richtig im Griff hatten wir diese bis zum Rennen nicht. Wir waren aber bei weitem nicht die einzigen mit Problemen. In dem Training waren jeweils bis zu 10 Bahntrainer verschiedener Nationen in dieser Kurve und probierten die schnelle Linie zu finden.
Nach drei Tagen Training hatten wir dann noch einen Ruhetag bevor es um die Medaillen ging. Die Kufen wurden an diesem freien Tag geschliffen und auf Hochglanz poliert.
Endlich war es soweit! Nach langem warten und vielen Stunden Training durften wir am Montag 16. Februar dann endlich zeigen was in uns steckt. Zusammen mit Amadou durfte ich mit der Startnummer 6 ins Rennen gehen. Wir hatten uns trotz den schwierigen Trainings viel vorgenommen. Am Start klappte alles und mit nicht allzu viel Rückstand konnten wir ins Olympische 2er Rennen starten. Kurve 4 war dann auch im Rennen der erste grosse Gradmesser. Leider klappte die Überfahrt nicht optimal und wir verloren etwas Zeit. Nach Lauf 1 lagen wir auf Zwischenrang sieben. Also immer noch in Rennen um ein Diplom. Zu den angestrebten Medaillen war der Rückstand allerdings schon fast eine halbe Sekunde. Im zweiten Lauf konnten wir uns am Start leicht verbessern, aber verloren in der Bahn immer noch zu viel wertvolle Zeit.
So galt es für uns an Tag 2 vor allem die gute Linie aus der Kurve 4 zu finden und unser Diplom zu verteidigen. Mit viel Motivation starteten wir dann den zweiten Tag.
Erneut konnten wir am Start Plätze gut machen und auch die Kurve 4 passte bereits etwas besser. Allerdings konnten die Teams vor uns ebenfalls weiterhin gute Fahrten und Starts abrufen. Im letzten Lauf resultierte nach rund 50 Metern dann die sechst beste Startzeit. Ein guter Start in den entscheidenden Lauf. Doch auch in diesem Lauf waren keine Rangverbesserungen mehr möglich und wir beendeten unser Rennen auf dem guten 6. Rang.
Trotzdem, dass wir uns mehr für das erste Rennen vorgenommen haben, konnten wir mit einem positiven Gefühl und Freude zum 4er Bob übergehen.
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